Tagebuch (Teil 2)

14.10.01
Der Motor ist teilzerlegt, die ersten Bauteile sind schon überholt:

Verteiler Verteiler Verteiler Verteiler

So sollten dann vor dem Zusammenbau alle Teile aussehen.

22.11.01
Es geht voran. Stück für Stück werden der Motor und die Nebenaggregate überholt. Etliche Teile liegen bereits einbaufertig bereit und warten auf ihren Einsatz.

Die elektronische Zündung
Die Zündungselektronik (kontaktgesteuert)
Die Lichtmaschine (im ursprünglichen Zustand):
Die Lichtmaschine Die LiMa von innen

Die Vergaser (vor und nach der Überholung)
ursprünglicher Zustand nach dem Reinigen und Polieren Vergaser Vergaser (Motorseite) Vergaser (Ansaugseite)

Die Wasserpumpe (fertig überholt)
Wasserpumpe Wasserpumpe

Was sonst noch zu erwähnen ist

Ich habe mich entschlossen, gleichzeitig den Motor ein wenig zu optimieren. So wurde der Zylinderkopf inzwischen umgebaut, um Rennnockenwellen von Yoshimura aufnehmen zu können. Diese liegen auch schon bereit. Damit die Nockenwellen passen, sind einige Fräsarbeiten an den Führungen der Tassenstössel notwendig und auch die Nockenwellenlager müssen bearbeitet werden. Das ist erledigt, nur die Fotodokumentation noch nicht beendet. Die Ansaug- und Auslasskanäle sind auch schon poliert und die Ventilsitze werden natürlich auch noch überarbeitet (neu gefräst und geschliffen), ebenso wie die Ventile im Bereich der Sitze.

Abgerundet werden die leistungssteigernden Massnahmen durch 2 mm grössere Rennkolben (inkl. leichterer Kolbenbolzen), die eine deutlich höhere Kompression zur Folge haben werden - und natürlich auch wesentlich kritischere Steuerzeiten und eine angepasste Vergaserbedüsung. Ich werde mich bemühen, alle beweglichen Teile des Motors schwingungstechnisch zu optimieren, d.h. besonders die Kolben und Pleuel werden mit Hilfe einer sehr empfindlichen Waage und eines Fräsers auf möglichst identische Gewichte gebracht. So hoffe ich, einen optimal ruhigen Motorlauf zu erzielen. Im Moment grüble ich noch über eine Möglichkeit, die Kurbelwelle ein wenig leichter zu machen, um ein noch besseres Ansprechverhalten zu erzielen - aber das ist noch nicht fertig durchdacht. Ich werde berichten...

Beim Ausbau musste ich feststellen, dass der Schalldämpfer unerwünschte Geräusche von sich gab: irgendetwas im Inneren schepperte. Da die Substanz des Teils noch hervorragend war, beschloss ich, erst mal nachzusehen. Also wurde der Dämpfer vorsichtig mit der Flex aufgetrennt - und siehe da: in der linken Hälfte waren ein Rohr und ein Sieb lose. Die werden nun wieder festgeschweisst und das Ganze mit dem Autogen-Schweissgerät wieder zugemacht. Danach folgt eine schöne haltbare Lackierung mit hochhitzbeständigem Schrumpflack. So, wie die Sache aussieht, sollte das noch fünf bis sieben Jahre halten.
Das kann man reparieren Der Rest ist ja noch richtig gut ist schon wieder zu die Oberseite auch schön lackiert