Das S 800-Tagebuch (Teil 6)

Nichts mehr konnte nun den restlichen Zusammenbau des Motors verhindern. Hier die Bilder vom Ergebnis.

Nun fängt es an, RICHTIG Spass zu machen. Man wird auch kribbelig: läuft er so, wie geplant? Wird er halten? Aber gemach, es bleibt noch viel zu tun. Auch der Rest muss stimmen. Ein Auto besteht ja nicht nur aus einem schönen und starken Motor. Wie es so schön heisst: das ganze Paket muss stimmen!

Harte Zeiten (aber einstellbar)

Bezüglich der Hinterachsfederung ist ja schon alles geklärt (s.o.). Schwieriger war es, die richtige Lösung für die Vorderachse zu finden. Der S800 hat vorne eine etwas exotische Einzelradaufhängung mit längs liegenden Torsionsstäben, die im Rahmen eingebettet sind. Das ist zwar recht intelligent weil platzsparend, leicht und naturgemäss progressiv, aber natürlich nicht leicht veränderbar. Damit die Federung härter wird, kann man höchstens dickere Torsionsfedern verwenden. Dies hatte ich ursprünglich auch vor. Als Stossdämpfer sollten dann auch (genau wie hinten) statt der serienmässigen welche aus dem Koni-Classic-Programm zum Einsatz kommen. Ich wusste, dass die serienmässigen Torsionsstäbe des S600 2mm dicker (20mm) sind und passen. Also suchte ich solche per Anfrage an diverse S800-Spezialisten im Internet. Aus England kam dann von der Sherwood-Garage sowohl ein Angebot für die 600er Torsionsstäbe als auch die Information, man könne auch Rennfederbeine liefern, die zusammen mit den originalen Torsionsfedern und unter Verzicht auf den Stabi verwendet werden können - weil sowohl in Zug- und Druckstufe der Dämpfung als auch in der Federhärte separat einstellbar. Nachdem ich mir nochmal bestätigen liess, dass die Dinger auch trotz der seltsamen Einpresstiefe meiner Felgen einbaubar seien, war also alles klar. Und hier ein Bild eines solchen Prachtstückes:

Ich denke, da kommen “harte Zeiten” auf mich zu....

Inzwischen sind auch die Getriebeteile für die Übersetzungsänderung eingetroffen (bessere Abstimmung zwischen den ersten drei Gängen und dem Vierten bei gleichzeitiger Verlängerung der Endübersetzung um 15%). Das Getriebe ist zerlegt, ich warte noch auf die neuen Hauptlager. So hatte ich also Zeit für die gründliche Gehäusereinigung und die Überarbeitung des Schaltgestänges - eher eine Art Beschäftigungstherapie, es war nicht wirklich notwendig. Auch das ist erledigt. Mit neuer Fettfüllung wartet das Gestänge in sauberem Gehäuse nun mit mir bis die neuen Lager für Haupt- und Nebenwelle kommen.